Udo Müllers-Christian


Nun gut, wenn man wissen will, was einen Menschen ausmacht, sollte man sich mit dem beschäftigen, was ihn beschäftigt oder beeinträchtigt.
Im Falle des Autors greifen wir ein kleines Beispiel heraus, den Vegetarismus.
Wer hätte gedacht, dass Vegetarier seitens der Kirche verfolgt wurden?
Der 'Erste Kreuzzug' galt nicht den Sarazenen, die Jerusalem besetzt hatten, sondern den Katharern, die im Süden Frankreichs eine andere Meinung vertraten als die Päpste, von denen es Mehrere gleichzeitig gab.
Um Menschen nachzuweisen Manichäer zu sein, wurden sie einem einfachen Test unterzogen. Man sperrte den Verdächtigen mit einem lebenden Huhn in einen Verschlag und gab ihm nichts zu essen.

Wenn das Huhn nach einer Woche noch lebte, war der Verdächtige schuldig und wurde der Gerichtsbarkeit übergeben.

Letztlich resultierte diese Vorgehensweise auch aus den päpstlichen Bannflüchen, die hier Erwähnung finden.
Wer kann da noch beides sein, Vegetarier und ein Freund der Kirche?
Aufgewachsen in einem christlichen Elternhaus, bereits 1400 Jahre vor der Geburt verbannt, verbannt von eben dieser Kirche, in die die Verwandschaft rannte, bleibt nicht ohne Folgen.

Kirchenopfer
Päpstlicher Bannfluch gegen Vegetarier:

"Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ... der sei mit dem Bannfluch belegt."

Papst Johannes III. (561-574 auf der 1. Synode von Braga (Portugal)



 
Udo Müller-Christian
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